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Service
Unser Ziel ist Gleichbehandlung auf allen Ebenen:
Unsere PartnerInnenschaften müssen rechtlich anerkannt werden. Wir wünschen uns dafür die Einrichtung eines modernen Rechtsinstituts für gleich- und verschiedengeschlechtliche Paare, nämlich den Zivilpakt
(Zip), aber auch die Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare. Familie war immer schon mehr als nur das herkömmliche Vater-Mutter-Kind-Modell.
Erleichterungen für Transgenders
Wir wollen, dass Transgender Personen verheiratet bleiben dürfen und nicht vom Staat gezwungen werden, sich scheiden lassen zu müssen, bevor sie ihre standesamtlichen Dokumente ihrem Geschlecht anpassen können.
Schutz vor Diskriminierung
Die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und sexueller Identität muss verboten werden. Bisher wurde die EU-Richtlinie im Rahmen der Gleichbehandlungsgesetze nur für den Arbeitsplatz umgesetzt. Aber Rechte müssen überall geschützt werden – auch beim Zugang in die Disco oder ins Schwimmbad. Homophobie muss aus den Köpfen verschwinden.
Les(e)buch / Sc(w)ulbuch
Das Eingehen auf Lebensweisen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in Schulbüchern und Lehrplänen, sowie Aufklärungskampagnen können verhindern, dass sich schwule, lesbische oder transgender Jugendliche isoliert fühlen und sich sogar umbringen, weil sie keinen Ausweg mehr sehen oder Opfer von homophober Gewalt werden.
GenderStudies und QueerStudies müssen sich als Fixpunkt in den Vorlesungsverzeichnissen in allen Lehrzweigen wiederspiegeln, denn das, was an den Universitäten und Hochschulen geforscht und gelehrt wird sich früher oder später auch in der Gesellschaft wieder finden.
Gesund leben
Die Gesundheitspolitik muss den speziellen Bedürfnissen von Lesben, Schwulen und Transgender Personen Rechnung tragen, sowohl in Forschung und Lehre als auch bei der Behandlung in den Spitälern und Praxen. Gerade Lesben, Schwule und Transgenders sollen offen mit den behandelnden ÄrztInnen über ihre Sexualität und ihre Lebenssituation sprechen können.
Sichtbarkeit auf allen Ebenen
Auch der Ausbau von öffentlich geförderten Beratungsstellen für Lesben, Schwule und Transgender muss vorangetrieben werden. Wir müssen sichtbar sein können. Nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf oder in den Medien. Wir wollen nicht, dass Sendungen vom Nachmittagsprogramm auf einen nächtlichen Sendeplatz verschoben oder ganz aus dem Programm gekippt werden, nur weil eine Lesbe oder ein Schwuler darin gezeigt wird.
SporterInnen sind Identifikationsfiguren für viele Menschen geworden. Deswegen ist es wichtig, dass die Homophobie im Sport abgebaut wird und SpitzensportlerInnen endlich auch offen schwul oder lesbisch leben können. Auch in Vereinen und Verbänden muss sportliche Betätigung für offen lebende Lesben, Schwule und Transgender Personen zur Alltäglichkeit werden können.
Zur Maximierung der Sichtbarkeit gehört auch die ausreichende Förderung von LesBiSchwulen und Transgender Kulturfestivals, Kunstprojekten, Sportvereinen und Initiativen.
Akzeptanz auch in der Community
Wie kommt ein Rollstuhlfahrer ins Szene-Beisl? Kann eine Gehörlose einer Podiumsdiskussion folgen? Damit diese Fragen mit Ja beantwortet werden können, muss auch die Community sensibilisiert werden für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Welche Unterstützung kann eine kurdische Lesbe oder ein pakistanischer Schwuler durch die LesBiSchwule und Transgender Community bekommen? Hier müssen Schwerpunkte auch in der Diversitätspolitik gesetzt werden, damit sich Menschen unterschiedlicher Herkunft in ihren jeweiligen Communities frei entfalten können.
Selbst bestimmt leben, auch im Alter
Wir brauchen eine Bedarfserhebung für die Bedürfnisse lesbisch und schwuler SeniorInnen. Wie wollen wir leben? Beratungs- und Betreuungseinrichtungen müssen jetzt darauf vorbereitet werden, dass es Menschen gibt, die ihr Leben und ihre Sexualität selbst bestimmt gestaltet haben und die nicht bereit sind, sich wieder zu verstecken, nur weil sie vielleicht auf fremde Hilfe angewiesen sind.
Politik muss für alle da sein
Vielfalt in der Gesellschaft braucht vielfältige Konzepte. Die Gesellschaft Österreichs hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr geändert: Zuwanderung, der Fall des Eisernen Vorhangs und der Beitritt zur Europäischen Union hat die politische und geografische Positionierung Österreichs in der Welt verändert. Bislang wurde in der Politik für Lesben, Schwule und Transgender besonders auf der rechtlichen Ebene gearbeitet. Es ist aber längst an der Zeit, die Politik einer pluralistischen Gesellschaft anzupassen. Denn Homophobie und Offenheit finden sich nicht selten Tür an Tür. Insbesondere MigrantInnen verdienen Aufmerksamkeit und Konzepte.
LesBiSchwule und Transgender Politik ist international
Politik von und für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender hat keinen Tellerrand. Menschenrechte sind global und in vielen Ländern der Welt hat Gleichstellungspolitik noch nicht einmal begonnen, geschweige denn das Wissen darüber das Frauenrechte Menschenrechte sind. Lesben werden in vielen Ländern nicht nur tot geschwiegen. Daher ist internationale Vernetzung, der interkulturelle Dialog und Thematisierung in internationalen Organisationen notwendig.
Mit der Hilfe, Unterstützung und Mitarbeit der Lesben, Schwulen und Transgender Personen in Österreich können wir es schaffen.
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