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am 11. Mai 2015

Die Wiener Ampeln zeigen Vielfalt

- Etwa ein Drittel der Unfälle ist die Folge nicht beachteter Ampeln. Daher hat sich die Stadt Wien was besonderes einfallen lassen...

Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Verkehrssicherheitswoche im Mai 2015 ganz ins Zeichen der Sicherheit von Kindern gestellt. Verantwortungsvolle Verkehrspolitik muss gerade für die Schwächsten alles unternehmen, damit diese sicher unterwegs sein können.

Alle vier Minuten stirbt weltweit ein Kind im Straßenverkehr. Auch in Österreich gab es 2014 acht getötete Kinder unter 14 Jahren; allein auf Wiens Ampel-Schutzwegen wurden im vergangenen Jahr 22 Kinder teils schwer verletzt. Für uns ist klar: jedes tödlich verunglückte oder verletzte Kind ist eines zu viel.

Die Stadt Wien und die MA33 – Wien leuchtet starten daher eine neuen Versuch, der dazu beitragen soll, die Verkehrssicherheit an Wiens Ampeln weiter zu verbessern. Ein Drittel aller Unfälle in der Stadt geht auf Unachtsamkeit zurück. Um die Aufmerksamkeit an Wiens Ampeln zu erhöhen, werden ab sofort immer wieder neue Ampelsymbole an Übergängen eingesetzt. Begonnen wurde Mitte Mai an 49 Ampelanlagen in der Stadt (entspricht 120 Schutzwegen).

Drei neue Sujets wechseln sich an den Test-Ampeln ab und zeigen in Form von Paaren an, ob Fußgänger_innen gerade „rot“ oder „grün“ haben. Da die Menschenrechtsstadt Wien in den kommenden Wochen – rund um LifeBall, Songcontest und Regenbogenparade – ganz besonders im Zeichen der Weltoffenheit steht, werden die Ampel-Paare die Vielfalt der Wienerinnen und Wiener zum Thema machen: neben Mann-Frau werden auch Männer-Paare und Frauen-Paare auf den Wiener Ampeln sichtbar sein.

Somit lassen sich zwei Anliegen miteinander verbinden. Durch die Variation der Ampel-Symbole steigt die Aufmerksamkeit und damit die Verkehrssicherheit. Gleichzeitig wird Vielfalt sichtbar gemacht – ein Beitrag zu Akzeptanz und Weltoffenheit in Wien.

Der Versuch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird wissenschaftlich begleitet und hat zum Ziel, die Aufmerksamkeit an den Wiener Ampeln zu verbessern. Erkenntnisse aus dem Projekt werden einen wichtigen Beitrag für die Stadt leisten, um die Anzahl an Verletzten Personen im Straßenverkehr weiter zu senken.