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am 30. Juni

Lunacek: Kurz soll sich Merkel als Vorbild nehmen

Ulrike Lunacek - Österreich muss 13. EU-Land werden, in dem Öffnung der Ehe umgesetzt wird.

Die Mehrheit im Deutschen Bundestag für die „Ehe für alle“ ist eine historische Entscheidung, die auch in Österreich nicht ohne Konsequenzen bleiben darf. Auch bei uns gehört dieses unzeitgemäße und diskriminierende Eheverbot endlich aufgehoben. 

Mit der deutschen Entscheidung ist die „Ehe für alle“ jetzt in 12 EU-Ländern, Heimat von 330 Millionen EU-BürgerInnen, Realität geworden – und das ist gut so. Ich erwarte mir, dass sich Österreich unverzüglich dieser Reihe anschließt und das 13. EU-Land wird, in dem Frauen Frauen und Männer Männer heiraten dürfen.

Ich fordere deswegen ÖVP-Parteichef Kurz auf, sich an der deutschen Bundeskanzlerin und CDU-Chefin ein Beispiel zu nehmen. Wenn Kurz persönlich zu konservativ für die Abschaffung dieser unzeitgemäßen Diskriminierung ist, soll er wie Merkel den Fraktionszwang aufheben und die Abstimmung im ÖVP-Klub freigeben.

Der Deutsche Bundestag hat heute den Weg zur Ehe für alle freigeben. Mindestens 70 Unionsabgeordnete – fast jede/r Vierte – haben in Deutschland für den Gesetzesentwurf zur Öffnung der Ehe gestimmt. ​