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am 30. Juni

Sieg der Gerechtigkeit: Niemand muss, alle dürfen

Ewa Dziedzic, Thomas Lechleitner - Historische Entscheidung im Bundestag: Deutschland öffnet die Ehe für Lesben und Schwule.

"Es wird nicht eine heterosexuelle Ehe weniger geben, lediglich ein paar glückliche Menschen mehr. Dieser Schritt war längst fällig. Während ein entsprechender Fristsetzungsantrag zur Eheöffnung gestern im österreichischen Parlament keine Mehrheit fand, gab es heute im Bundestag eine historische Debatte samt positiver Abstimmung", freut sich Ewa Dziedzic, Grüne LGBTI Sprecherin und Bundesrätin. 

Wenn sich die Gesellschaft wandelt, muss der Gesetzgeber handeln. Das Abstimmungsergebnis in Deutschland spricht für sich: von 623 abgegebenen Stimmen gab es 393 Ja-Stimmen, 226 Nein und vier Enthaltungen. Das bedeutet auch einige Mitglieder der Union haben für die Eheöffnung gestimmt. Die LGBTI Community in Deutschland hat nun einen Meilenstein in der rechtlichen Gleichstellung erreicht und es ist deutlich geworden, dass auch über Parteigrenzen hinweg Einigkeit erzielt werden kann. Dziedzic: "Wir gratulieren unseren deutschen Kolleg_innen zu ihrer mehrheitlich klaren Haltung für gleiche Rechte. Dem jahrzehntelangen Kampf der LGBTI Community für Gerechtigkeit wurde heute mit der Abstimmung zur Eheöffnung für Lesben und Schwule Rechnung getragen."

"Wenn Menschen aus Liebe Verantwortung füreinander übernehmen wollen, unabhängig von der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität, dann müssen wir den rechtlichen Rahmen dafür schaffen. Wir Grüne glauben an die Gleichheit aller Menschen und werden nicht aufgeben, bis wir auch in Österreich die Phase der Toleranz beendet haben und hier mit Unterstützung der Community die Eheöffnung erreicht ist", sagt Dziedzic und abschließend: "Heute feiern wir gemeinsam diesen historischen Schritt. Alles andere als Gleichstellung ist Diskriminierung. Gleiches Recht für alle muss auch in Österreich bald Realität werden".